MADEIRA – Zu Besuch auf der Insel des ewigen Frühlings

1. Tag Ankunft auf Madeira

Sandra Thiessenhusen

Ihr eher beschaulicher Ruf von Madeira passt so gar nicht zum Nervenkitzel, mit dem die portugiesische Insel ihre Besucher begrüßt. Der Anflug auf die Blumeninsel Madeira ist gewaltig beeindruckend. Auf der einen Seite der Anblick der Berge, die sich scheinbar direkt neben der Landebahn erheben und auf der anderen Seite die Wellen des Atlantik … und doch ganz sicher gelandet. Fantastisch.

Viele von uns setzten das erste Mal die Füße auf den Boden von Madeira. Vielleicht zeigte sich die Insel im Atlantik deshalb von ihrer besten Seite, mit vielen Sonnenstrahlen und strahlend blauem Himmel. Vom Airport zum Hotel hatten wir nur eine kurze Anfahrt von etwa 15 Minuten.
Natürlich freuten wir uns alle über die Einladung des „RIU Palace“. Nach dem sehr herzlichen persönlichen Empfang durch Natalia hatten wir bis zum Abendtreff Zeit zu unserer freien Verfügung. Einige nutzten diese, um sich etwas zu regenerieren, andere erkundeten gleich die unmittelbare Umgebung unseres Standorthotels.

RIU Palace

Am Abend stand der Begrüßungsempfang mit Natalia von der TUI-Reiseleitung im Hotel und dem Hotelchef auf dem Programm. Mit lieben Worten eröffnete unsere Reisebegleiterin Elke Kaufmann die Vorstellungsrunde. Vor unseren Augen wurde dann das landestypische Getränk der PONCHA kreiert, mit dem wir auf unsere Inforeise anstießen. Basis dieses Cocktails ist der Caracha (Zuckerrohr-Rum). Man kann ihn auf vielfältige Weise genießen, meist mit Zitronen-, Orangen- oder Mangosaft.

Den Abschluss des Tages bildete das überaus einladende, üppig gedeckte Büfett. Die Auswahl war riesig und der Küchenchef Petro begrüßte uns persönlich. Am besten mundete der Serrano-Schinken mit grünem Spargel, Käse und Walnüssen garniert. Was kann es leckereres geben. Als Nachtisch gab es einen Klecks Pfefferminzeis und eine Kostprobe vom Schoko-Kokoskuchen.
Das Peitschen der Atlantikwellen ließ uns bei offenem Fenster schnell in süße Träume versinken.

2. Tag Hotelzone Lido

Der Wettergott meinte es an diesem Vormittag nicht gut mit uns. Es schüttete wie aus Eimern und die hohen Wellen des Atlantiks schlugen gegen die ans Hotel angrenzende Promenade. An unserem ersten vollen Tag auf Madeira konnten wir einen ersten Eindruck von der Hotelzone Lido, einem Stadtviertel mit vielen Tourismus- und Freizeiteinrichtungen im Herzen der Inselhauptstadt, gewinnen. Während unseres Spaziergangs entlang der Promenade, ergaben sich immer wieder schöne Ausblicke. Vom wechselhaften Wetter ließen wir uns nicht beirren.

Seit der Eröffnung der neuen Küstenpromenade hat sich der Lido in Funchal noch mehr zu einer bevorzugten Aufenthaltszone für Einheimische und Touristen entwickelt. Gesäumt von Palmen und herrlichen Gartenanlagen verbindet diese neue Promenade die Lido-Zone mit dem Kieselstrand Praia Formosa am westlichen Ende Funchals. Der Lido ist unkompliziert mit dem öffentlichen Bus zu erreichen.

Hotels

Zu Fuß ging es zum ersten von vier Hotels, die sich alle in der Hotelzone westlich von Funchal befinden und unkompliziert mit dem öffentlichen Bus zu erreichen sind. Zwischen den zur Pestana Hotelkette gehörenden Hotels Pestana Bay Ocean Resort, Pestana Promenade Premium Ocean Spa Resort und dem „Pestana Palms“ schoben wir noch einen Besuch des „Fourviews Monumental Lido“ ein. Letzteres ist ein 2014 renoviertes Stadthotel mit Businesscharakter. Für interessierte Kunden empfehlen wir ein Zimmer in der 6. Etage, weil sich von dort ein wirklich schöner Blick über die Poolanlage und die Dächer der Umgebung bis zum Meer bietet. Das Hotel überzeugt auch durch ein tolles Preis-Leistungsverhältnis.

Funchal

Unser erstes Hotel der Pestana-Kette war das 3,5* „Pestana Ocean Bay Resort“. Das All-inklusive-Haus besteht aus zwei Gebäuden und ist direkt am Meer gelegen. Im Haupthaus finden wir das Restaurant, die Lobby und Studios. Diese sind einfach und sauber eingerichtet. Bitte die Studios mit Meerblick empfehlen. Im Nebengebäude befinden sich die Appartements. ACHTUNG hier wurden sehr glatte Fliesen im gesamten Haus verarbeitet, Rutschgefahr! Das Resort ist geeignet für Paare, die gut zu Fuß sind. Die nächste Einkaufsmöglichkeit im Forum ist ca. 20 Minuten Fußweg entfernt.

Nach einem kurzen Spaziergang an der frischen Luft ging es zum 4* Hotel „Pestana Promenade Premium Ocean Spa Resort. Ein tolles Hotel, hell, freundlich, farbenfroh, mit modern eingerichteten Lobby-, Restaurant-, Fitness- und Spa-Bereichen. Die Zimmer mit Meerblick spiegeln die Einrichtungen der öffentlichen Bereiche wieder, eine Orchidee rundet das Bild ab. Als kleine Verschnaufpause wurde im Restaurant Sekt und Orangensaft gereicht.
Und so schlenderten wir gemeinsam an der brausenden Küste entlang hinüber zum „Pestana Palms“, unserem letzten Hotel des Tages. Dessen Mitarbeiter hatten uns ein ganz tolles Mittags-Büfett gezaubert. Es war sehr liebevoll angerichtet und schmeckte fantastisch. Das Hotel selber ist sehr familiär und einfach eingerichtet mit genügend Platz in den Zimmern. Für Gäste, die es eher rustikal mögen, bietet es auch ein Herrenhaus, wo man sich im Leseraum bei einem Tee zurückziehen kann.

Funchal

Nach der Hotelvisittour hatten wir noch etwas Freizeit. Einige von uns ließen sich die Möglichkeit zur Erkundung der Altstadt auf eigene Faust nicht nehmen. Das Flair von Funchal, mit seinen schönen Gassen und kleinen Geschäften hat uns voll erfasst. Und trotz der Vorweihnachtszeit herrschte kein hektisches Treiben. Im Gegenteil, die Entspanntheit war den Gesichtern der Einheimischen beim Café und Talk anzusehen. Die Freundlichkeit der Madeiren war überall zu spüren.

Heinrich der Seefahrer

Wir flanierten unter den Jacarandabäumen in der Avenida Arriaga bis zum Yachthafen. Die gesamte Altstadt und das Gebiet rund um den Yachthafen waren von der vorweihnachtlichen Freude geprägt und überaus farbenfroh geschmückt.

Am Ende der Flaniermeile befindet sich die beeindruckende Kathedrale und das Denkmal von Heinrich dem Seefahrer. In der Kathedrale lauschten wir weihnachtlichen Klängen … ein sehr ergreifendes Gänsehaut-Feeling. Wir machten eine kurze Pause in einem süßen Café in einer Nebenstraße. Wir ließen das Geschehen auf uns wirken und genossen die Atmosphäre. Es war wunderschön.

Im Anschluss waren wir auch noch beim Shoppen erfolgreich. Die Rückfahrt zum Hotel ging dann vom Busbahnhof aus. Wir fuhren in 20 Minuten zum günstigen Preis von 2,20 € zurück. Besser ging‘s nicht.
Erlebnistipp: Besuchen Sie auch den Botanischen Garten oder fahren Sie mit der Seilbahn über die Dächer von Funchal zur Hochstadt hoch und lassen Sie sich dann mit einem Korbschlitten die Gassen hinuntergleiten.

Den Tag ließen wir in unserem RIU Hotel beim leckeren Büfett mit einem anschließenden Besuch der Lounge Bar ausklingen. Wir amüsierten uns bei einem Auftritt einer Bauchtanzgruppe.

3. Tag Der Wilde Westen

Heute starteten wir mit leicht- bis mittelschweren Wolken Richtung Westen. Überall begegneten uns die farbenfrohen Weihnachtsfackeln, aber auch Wandelröschen oder Bougainvillea, diese zeigen ganzjährig ihre Blüten. Wir sahen gut bestückte Bananenpflanzen, aber auch leckere Maracuja- und Papayafrüchte. Wir fuhren durch Fluchten mit Wasserfällen, riesigen Bergen und Klippen.
Unser erster Stopp führte uns zum Viewpoint „Miradouro“. Von einer 580 m hohen Klippe bot sich von einer Glasplattform aus ein atemberaubender Ausblick auf die peitschenden Wellen des Atlantik. Hier war der richtige Augenblick für unser erstes Gruppenfoto gekommen. Es war zwar stürmisch  (Dreiwettertaft war überflüssig  ), aber recht mild und wir sahen blauen Himmel mit vielen Sonnenstrahlen.

Weihnachtsfackeln

Bei der Busfahrt entlang der Dörfer sahen wir immer wieder viele Gruppen von Einheimischen über mehrere Generationen. Hier auf Madeira ist die Gesellschaft geprägt vom Miteinander und Füreinander, ohne Familie geht auf Madeira nichts. Das Landschaftsbild dieser überschaubaren Insel ist geprägt von Kurven und Hängen. Dies sollte Sie aber nicht abschrecken, die Insel auf eigene Faust zu erkunden. Da gibt wirklich viel zu entdecken.
Während unseres Ausfluges hat uns das für diese Jahreszeit typische wechselhafte Wetter der Insel immer mal wieder überrascht. Der Zwiebellook könnte hier nicht passender sein. Morgens brauchte man noch zwei Jacken, während man am Nachmittag im T-Shirt mit einem Eis in der Hand spazieren gehen konnte.

Unsere Fahrt führte uns bis auf über 1000 Meter Höhe. Entlang des Encumeda Pass konnten wir viele überwältigende Ausblicke in die Natur erhaschen, sowohl in das Inselinnere als auch über die schroffe Küste Madeiras. Oben am Aussichtspunkt angekommen, lachte uns die Sonne an und wir hatten einen fantastischen Weitblick in alle Himmelsrichtungen. Vorbei an Lorbeerwäldern mit bis zu 3 m Meter hohen Farnen ging es zum Dorf Sao Vicente. Hier machten wir eine Rast mit einem Cafe con Leche und schauten uns etwas die Umgebung an. Die Sonne hat es schwer an diesem Fleckchen Madeiras. Wegen der hohen Berge lässt sie sich zu dieser Jahreszeit erst am späten Nachmittag blicken.

Das nächste Ziel war der Ort Port Moniz am nordwestlichsten Punkt der Insel. Port Moniz hat sich vom Ort des Walfangs zu einem kleinen touristischen Idyll für Individualisten und Tagesausflügler entwickelt. Die beste Zeit, um die elf verschiedenen Walsorten vor der Küste zu entdecken, ist von Mai bis September. Port Moniz hat eine kleine Promenade zum Bummeln und ein Aquarium zum Bestaunen der Unterwasserwelt von Madeira. Der Ort ist auch als Familienausflug gut geeignet. Ein besonderes Highlight sind die natürlichen Lava-Pools. Das Wasser ist nicht kälter als 18 Grad und wird durch Ebbe und Flut immer wieder neu aufgefrischt. Hier im Nordwesten ist es windiger und frischer mit etwas weniger Sonne. Von Mitte Juni bis Oktober kann die Region aber bedenkenlos erkundet werden.
Nach dem Kulturprogramm war es dann wieder Zeit, etwas für das Business zu tun.

Durchgeschüttelt vom Kopfsteinpflaster der ältesten Straßen von Madeira führte unsere Reise nach Calheta. Das beschauliche Calheta im westlichen Teil der Insel ist ideal für Paragliding. Das hätten wir ja zu gern mal getestet. Der Ort zeichnet sich besonders durch den goldgelben Sandstrand aus. Eine schöne Promenade lädt zum Bummeln ein und im Yachthafen warten einige Segelboote auf Gäste für einen Tagesausflug. Die Insel von der Seeseite zu erkunden, ist der Hammer. Es bieten sich immer wieder neue Perspektiven.

Hotels

Wir haben uns allerdings für die Erkundung der Hotels entschieden. Wir brauchten doch Infos aus erster Hand für unsere Kunden. Auf dem Programm stand die Besichtigung der Hotels „Calheta Beach“ und „Saccharum“. Beide 4*-Hotels liegen direkt am Meer und nur wenige Meter vom Yachthafen entfernt.

Küste von Madeira

Das Hotel „Saccharum“ begeistert mit seiner, an die Vergangenheit als Zuckerrohrfabrik angelehnten, Architektur. Es ist sehr modern, klare Linien, in den Farben braun-gold gehalten, schöne große Zimmer, der Meerblick ein Traum, 2 Außen- und 2 Innenpools… Wichtig: die Zimmer ohne Meerblick liegen zum kleinen Innenhof (schmal und dunkel). Aber dieses Hotel verdient einen Stern mehr.
Beim „Calheta Beach“ hat man schon einige Schwachstellen entdeckt. Diese werden jetzt im Januar, während der Komplettschließung, alle beseitigt. Dann hat es auch die 4 Sterne wieder verdient. Die Gäste können sich auf ein komplett frisch renoviertes Hotel freuen. An dieser Stelle der Insel ist es schon ratsam, sich einen Mietwagen zu nehmen. Die Busverbindung ist nicht so regelmäßig und orientiert sich eher an der arbeitenden Bevölkerung, als an den Touristen.

Nach getaner Arbeit konnten wir uns am leckeren Büfett stärken. Auf der Rücktour von Calheta nach Canico zum RIU war Stille angesagt, um das Erlebte zu verarbeiten oder um etwas „Augenpflege“ zu betreiben. Es wartete ja noch ein spannender Abend mit landestypischen Essen und Folklore auf uns.

Pünktlich 18:45 Uhr startete unser Bus. Wir hielten für zusteigende Urlauber an anderen Hotels, bis wir 19:45 Uhr an unserem Ziel ankamen. Hinein, durch einen weihnachtlich geschmückten Vorraum, ging es in ein sehr großes Restaurant. Hier standen viele große Tafeln für viele Menschen. Als Aperitif gab es den leckeren Madeira Wein, dazu ein super leckeres, noch warmes, Garlic Bread. Zum Hauptgang ließen wir uns den landestypischen Fleischspieß schmecken. Bei der Tanzeinheit der Madeiras hatten wir unseren Spaß. Alle klatschten im Takt zur traditionellen Musik. Elke, Benita und Brit ließen sogar das Tanzbein schwingen. Zum abschließenden Gruppenfoto genehmigten wir uns einen süffigen Poncha, ein geschmacklich und optisch sehr empfehlenswertes Partygetränk. Dank an unsere nette Reiseleiterin Natalia, von ihr haben wir sogar das Rezept bekommen.

4. Tag Fahrt zu den Highlights im Osten der Insel

Madeira Küste

Am vierten Tag unserer wunderschönen und interessanten Inforeise konnten wir den Osten der Insel erkunden. Keine andere Region Madeiras ist so abwechslungsreich. Unseren ersten Stopp machten wir in Madeiras drittgrößter Stadt Machico, ein kleines verträumtes Städtchen mit, sich an den Hang schmiegenden, Häusern und einem kleinen schönen hellen Sandstrand. Hier fanden wir einen Schuhladen, der die neuste Mode der letzten 20 Jahre anbietet…Nostalgie…

Wie auch schon am 2. und 3. Tag begleitete uns wieder die nette Ruth und begeisterte uns mit ihrem Insiderwissen. Unsere Fahrt führte entlang des vom Thunfischfang lebenden Dorfes Canisal und dem Containerhafen Porto de Sao Lourenzo bis zum Viewpoint Ponta do Furado, wo die Küste an der Ponta de Sao Lourenzo fast senkrecht ins Meer stürzt.

Im Norden angekommen, ist es grün über grün. Tosende Brandung, überwältigende Ausblicke und überall sieht man ein rotes Blütenmeer mit Weihnachtsfackeln. Für uns stand eine kleine Wanderung im Levadasystem auf dem Programm. Dabei handelt es sich um ein altes künstliches Bewässerungssystem, das sich wie ein Spinnennetz über die Hänge zieht.

Auch wenn die einsame Stille, oft zum inne halten einlud, machte die sportliche Betätigung an der frischen Luft natürlich hungrig und durstig. Wir stillten dieses Verlangen mit Zucker in Form von Cola und leckeren Weihnachtskeksen vom Kiosk. Wir hatten einen tollen Sonntagsspaziergang hinter uns, mit schönen Blicken auf süße Hinterhöfe und Terrassen. Für den kleinen Nervenkitzel sorgten schmale Wege und beeindruckende Schluchten. Die Levadawanderung ist sehr zu empfehlen. Um die für Sie passende Route zu finden stehen die Routen in 3 Kategorien von leicht bis schwer zur Auswahl.

An diesem tollen Fleckchen Erde, mitten in der Natur findet sich ein zum Hotel umgebautes Herrenhaus. Das „Quinta de Furao“ ist ein besonderes Domizil und ein idealer Ort, um mal die Seele baumeln lassen. Es hat ein tolles Flair und ein wunderschönes Ambiente. Die Aura und Optik dieses Hotels ist der Hammer. Ankommen und wohlfühlen, stilvoll und doch nicht spießig.
Die Familienzimmer sind ohne Balkon, die Junior Suiten sind die Eckzimmer. Der Swimmingpool ist ganzjährig beheizt, etwa 27-29 Grad, (mit Glaswänden geschützt- die bei schönem Wetter geöffnet werden), ebenso wie der Whirlpool. Zu einem von Weinbergen umgebenen Hotel gehört natürlich auch ein eigener Weinkeller.
Der höchste Berg der Insel, der Pico Ruivo, 1862 Meter hoch, ist vom Hotel aus zu sehen.

Madeira Tal

Tipp: Eine Wanderung zum Berg noch vor Sonnenaufgang und dann Frühstück oben am Berg. Ein Spaziergang vom Hotel zum Meer dauert ca. 1 Stunde. Vom Hotel aus mit dem Bus nach Funchal braucht man ca. 40 Min. Nach Santana sind es etwa 2 km.
Das Hotel „Quinta de Furao“ ist besonders geeignet für wanderfreudige Paare oder Singles, aber auch für junge Leute von 25-35, in Gruppen oder individuell bspw. auch als Radfahrer. Dieses Hotel können wir wärmstens empfehlen. Man fühlt sich dort sofort wohl, inkl. Gänsehautfeeling beim Hotelrundgang, wir waren vollends begeistert.

Die Einladung zum Mittagessen haben wir natürlich gerne angenommen. Ein tolles Restaurant mit Blick auf das Meer. Schon die Vorspeise war ein Gaumenschmaus: Mozzarella, angerichtet mit Marmelade aus Feige und Kürbis und verziert mit Zuckersirup. Als Hauptgang gab es Dorade mit Kürbisgemüse. Hammer lecker, das Auge hat definitiv mit gegessen. Als krönenden Abschluss durften wir noch Creme brulee schlemmen oder einen fruchtigen Obstsalat genießen.

Ein besonderes Highlight sind ja die eigenen Weinberge und das mit der Weinernte verbundene Weinpressen in der 1. – 3. Septemberwoche. Von der Qualität der Reben konnten wir uns im Weinkeller bei einem guten Tropfen Madeirawein selbst überzeugen. Abgerundet wird dieses tolle Event mit einem Barbecue und dem Auftritt einer Folkloregruppe.
Eine nette Idee war ein kleiner Wettbewerb um den besten neuen Slogan für das Hotel. Jeder gab seine Idee ab und die Beste wurde im Anschluss prämiert. Unsere Alexandra aus Berlin war die glückliche Gewinnerin und bekam einen viertägigen Freiaufenthalt geschenkt. Herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Spruch: Wind, Ruhe, Sonne und Wein DAS kann nur Quinta do Furao sein. Es war ein wundervoller Besuch in der „Quinta do Furao“.

Nach der Wanderung ging unsere Reise hoch in den Norden zum 2 km entfernte Örtchen Santana. Wie in fast jedem Ort gibt es auch hier einen der typischen Märkte mit vielen frischen Lebensmitteln. Besser geht’s nicht. Santana und seine Umgebung sind auch bekannt für die Casas de Colmo, jenen typischen strohgedeckten und farbenfrohen historischen Holzhäusern, die sicher schon für viele tausend Fotografen als Motiv herhalten mussten.

Wir fuhren wieder zurück zum Hotel und nutzten die frühe Ankunft um uns schnell umzuziehen und nach Funchal zu fahren. Ein Erlebnis! Der Linienbus hielt direkt vor unserem Hotel, wir stiegen ein, oh Lederbänke, die erste Reihe hinter dem Fahrer war unsere. Nun fuhr er los, über die Dörfer, sportlich, mit 50 km/h den Berg rauf, den Berg runter, links um die Kurve, rechts in die Kurve. Wir beide, aufrecht sitzend, rutschten mit Schwung auf unserer Lederbank nach links, dann wieder nach rechts, wir lachten und erinnerten uns an die Kindheit in der Achterbahn. So fuhren wir in die Nacht, dem weihnachtlich geschmückten Funchal entgegen.

5.Tag Ausflug nach Funchal und Hotelbesichtigungen

Markthalle von Madeira

Heute ging die Sonne auf. Wir konnten den ersten Morgen draußen auf der Terrasse frühstücken. Es kam uns wie Urlaub vor. Pünktlich um 9 Uhr fuhren wir in Richtung Funchal. Wir stiegen am Hafen aus und gingen Richtung Innenstadt. Vorbei an wunderschönen weihnachtlich geschmückten Häusern, Parks und Märkten, vorbei an der Episcopal See Cathedral hinauf zum Praça do Município. Den schwarz-weiß gepflasterten Platz säumen drei der wichtigsten historischen Gebäude Funchals. An der Stirnseite steht die ehemalige Stadtresidenz der Grafen von Carvalhal.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts ist Funchals Rathaus in dem Barockpalast mit seinem prachtvollen, mit Azulejos geschmückten Innenhof untergebracht. Die Nordwestseite des Platzes dominiert das frühere Jesuitenkolleg, heute die Universität Madeiras, mit der beeindruckenden Igreja do Colégio. Gegenüber vom Gotteshaus liegt der Bischofspalast, heute Sitz des Museums für sakrale Kunst.

Weiter spazierten wir in die Altstadt, zur Markthalle. Hier bekommen Sie frisches Gemüse, Obst und Fisch. Die TUI lud uns auf einen Kaffee ein und wir konnten das bunte Treiben beobachten. Ein kleiner Spaziergang im Anschluss und viele bunt bemalte Türen, kleine verwinkelte Gässchen, niedliche Restaurants und blühende Balkons zeigten die Schönheit Funchals.

Hotels

Mitten in der Altstadt liegt das Hotel „Albergaria Dias“. Wir gingen durch einen, mit Weinreben bewachsenen, Durchgang und dieser endete in einem tropischen Wald. Uns blieb der Mund offen. Gleich darauf folgte der Pool-Bereich, umgeben von blühenden Oleander, Palmen und Bäumen. Sauber und gepflegt. Das kleine einfache Hotel im englischen Stil fügt sich in seine Umgebung sehr gut ein. Viele Stammkunden fühlen sich seit Jahren hier wohl. Die Zimmer sind klein, sauber, ordentlich und wenn man über die Dächer der Altstadt den Hafen mit seinen Kreuzfahrtschiffen sehen möchte, buchen wir ein Zimmer ab der 3. Etage.

Weiter ging es mit unserem Bus zum „Quinta Penha de Franca Mar“. Eigentlich wollten wir uns nur das „Mar“ anschauen, aber der Hotelier war so freundlich und zeigte uns beide Hotels, „Quinta Penha de Franca“ und „Quinta Penha de Franca Mar“. Das „Quinta Penha de Franca“ ist eine einfache kleine, englisch geprägte Anlage mit ein- und zweistöckigen Gebäuden (Terrasse und Balkon). Zum Restaurant gingen wir durch einen kleinen naturbelassenen Garten mit großen alten Palmen. Die Ausstattung des Restaurants war gewöhnungsbedürftig. Die dunkelbraunen Stühle hatten dunkel karierte Stoffbezüge, die Vorhänge waren auch kariert. Weiter ging es in den Billard- und Pub Raum, hier auch alles kariert und tote Tierköpfe hingen an den Wänden. Geblendet gingen wir durch den Garten, vorbei an einem kleinen Pool, der renoviert werden müsste, hinüber in das „Quinta Penha de Franca Mar“.

Kathedrale auf Madeira

Der Vorteil dieses Hotels: Es liegt am Hafen und bis in die Stadt ist es nicht weit. Das Hotel besteht aus Restaurant und Poolbereich. Die Zimmer sind sehr einfach eingerichtet, man erkennt die Möbel aus dem „Quinta Penha de Franca“, nur weiß überstrichen. Der Poolbereich ist neu. Hier wurden wir zum Mittag eingeladen. Es gab eine Eier-Zwiebel-Quiche und zum Nachtisch Schokoladenkuchen. Nachdem wir es uns haben schmecken lassen, konnten wir in einer zweistündigen Freizeit Funchal entdecken.

Um 16:30 Uhr ging es weiter in das „Galo Resort“ in Canico. Canico ist ein kleiner Villenvorort von Funchal. Hier liegen die Hotels sehr ruhig direkt am Meer. Wir wurden sehr freundlich im Hotel „Galosol“ empfangen, einem 4*-Sporthotel. Hier fanden wir einen großen Fitnessbereich, Hallenbad, Sauna, Jacuzzi und es entsteht gerade ein neuer Joga-Bereich. Angeschlossen ist auch eine sehr gut ausgestattete Tauchbasis mit eigenem Riff. Ein sehr schönes und hell eingerichtetes Hotel. In den Zimmern stehen sehr schöne Rattan-Möbel, es gibt einen Bademantel, Betthupferl, Kaffee- und Teekanne, Minibar, Safe und Free Wifi. Es wird auf Kleinigkeiten geachtet. Im Restaurant gibt es Gluten- und Laktose freie Produkte.

Anschließend gingen wir in das 3*-Hotel „Galomar“. Das Haus ist sehr einfach, aber sauber. Alle anderen Bereiche des 4*-Hauses nebenan können mitbenutzt werden (Restaurants, Pool, Sport). Nach nur einen kurzen 500 m Sparziergang erreichten wir das Hotel „Alpino Atlantico“, dem einzigen Ayurveda-Hotel der Insel. Hier finden Urlauber die Ruhe, die sie benötigen. Unter Aufsicht eines indischen Arztes (englischsprachig, Dolmetscher vor Ort) werden Reinigungs- und Relax-Kuren angeboten, auf jeden Gast individuell abgestimmt. Benötigt man eine Auszeit – ist man hier richtig. Die Zimmer sind sehr angenehm eingerichtet. Hell, freundlich, mit Rattan-Möbeln, bestickten Handtüchern, Grünpflanzen und Meerblick.

Bereits im Dunkeln fuhren wir in unser „RIU Palace“ zurück. Nach einer kurzen Dusche ging es in die Lobby, dort erfuhren wir, dass eine Suite frei ist und wir diese jetzt besichtigen können. Gesagt, getan. Die Juniorsuite ist hell und freundlich, frisch renoviert, hat Meerblick und ist ca. 50 m² groß (kombiniertes Wohn-/Schlafzimmer, 2 Einzelbetten, Teppichboden, Föhn, Safe, Kühlschrank, Minibar, Badewanne, WC, Bademantel, Slipper).
Danach ging es direkt zum Abendessen, anschließend ein Betthupferl an der Bar, eine Tagesauswertung im Bett und dann schalteten wir erschöpft das Licht aus.

6. Tag Abreise

Abreisetag. Pünktlich um 7 Uhr klingelte unser Wecker. Zwischen duschen, anziehen und Koffer packen, starteten wir um 8 Uhr zum Frühstück. Um 9 Uhr trafen wir uns im Konferenzraum zur Auswertung der gesehenen Hotels.

Madeira, die Blumeninsel.

Wussten Sie eigentlich …?

  • dass jeden Monat eine andere Blume blüht und
  • dass es keine festen Blumenblühzeiten gibt,
  • dass vielen Sorten durch Einwanderer mitgebracht wurden,
  • dass die Landebahn des Airports nicht kurz ist, sondern auf 2,8 km verlängert wurde, die gar nicht genutzt werden, weil er jetzt viel zu lang ist, oder
  • dass der Poncha das Nationalgetränk ist, der Erste schmeckt nicht, der Zweite geht besser, ab dem Dritten spricht man portugiesisch und ab dem Vierten alle Sprachen 🙂

Im Februar ist auf Madeira Karneval, der eher mit RIO zu vergleichen ist.

Das Blumenfest findet im April und Mai statt. Alle Straßen und Wege in Funchal sind dann geschmückt. Sonntags findet die große Blumen-Parade statt.
Ab dem ersten Advent sind alle Straßen und Häuser in Funchal weihnachtlich geschmückt. Jede Blume und jeder Strauch bekommt ein Lichtlein und zu Silvester liegen viele Kreuzfahrtschiffe im Hafen um sich das Spektakel des Jahres anzuschauen. Funchal wirkt dann wie ein großes natürliches Amphitheater mit spektakulären Bergen im Hintergrund. Es leuchtet und blinkt. Silvester werden hier kleine Holzbuden aufgestellt, am Hafen, in der Stadt, auf den Bergen und alle Gäste und die Einheimischen warten auf Mitternacht.

Die Temperaturen

liegen im Sommer durchschnittlich bei 25-26 Grad.

Die beste Reisezeit

ist April bis Oktober und ab 06. Dezember bis Weihnachten. Außerhalb dieser Zeiten muss man mit stärkeren Winden rechnen und Madeira kann u.U. nicht angeflogen werden.
Wichtig: Individuelle Kunden sollten jeden Morgen an der Rezeption fragen „Von wo kommt das Wetter?“ Denn nur so kann man jeden Tag in der Sonne verbringen und vor den, sich in den Bergen fangenden Regenwolken, fliehen.
Madeira ist eine Insel für Aktiv-Urlauber (Wandern, Golf, Bootstouren, Tauchen, Rafting, Abenteurer, Mountainbike-Touren).

Die Schwesterinsel „Porto Santo“

ist Madeiras Badeinsel (zu erreichen per Flug z.B. ab HAJ oder mit der Fähre (Hinfahrt 8:00 Uhr, Rückfahrt 19:00 Uhr), Preis für Hin + Rück ca. 63 Euro, Dauer ca. 2,5 Stunden). Die Insel wird im Winter nicht angeboten.
Nach Hause ging es, mit vielen Informationen, tolle Eindrücken und schönen Bildern.

Fazit:

Es lohnt sich definitiv Madeira zu bereisen.
Unsere besondere Empfehlung ist die Kombination der Insel mit der Schwesterinsel Porto Santo zum Sonnenbaden am wunderschönen feinsandigen Sandstrand. Zum Beispiel 3 Tage Stadthotel in Funchal, dann mit der Fähre nach Porto Santo ab Funchal und noch mal in den Norden von Madeira zum Wandern.
Madeira – immer eine Reise wert !!!!!